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ⓘ Die Zauberreise in die Ritterzeit oder Die Übermüthigen oder Vergangenheit und Gegenwart is a Original-Zauberpossn in 3 Aufzüg vom Johann Nestroy. Des Stückl is ..



                                     

ⓘ Die Zauberreise in die Ritterzeit

Die Zauberreise in die Ritterzeit oder Die Übermüthigen oder Vergangenheit und Gegenwart is a Original-Zauberpossn in 3 Aufzüg vom Johann Nestroy. Des Stückl is 1832 vafåsst wuan und håt aum 20. Oktoba sei Premiere ghåbt.

                                     

1. Inhoit

In an riesngroßn Briaf aun de Fee Gegenwart wean de Frau von Ducatenstein und da Herr von Geldsack ins Feenreich transpoatiat, wos üwa de Spinnarein vom Polycarpus, vom Simplicius und von da Eulalia Sapprawalt raunzn, de wås nua von da Vagaunganheit, von da Rittazeit, traman und de Gegnwoat laungweulich findn. De Fee Gegenwart vaspricht eahna, dass de drei mit da Hülf von ihra Muada, da Fee Vergangenheit, duach a Zeitreis kurian wean. Aa da Geldsack wüll dabei unbedingt mitmåchn:

"O, ich bin ein Kerl, der Geld hat, mir ist alles tout mémme, ich fürcht weder die Gegenwart noch die Vergangenheit"

Bei an Ball im Haus vom Polycarpus, wo si de Spinnatn sogoa beim Caressieren laungweuln, weans duach a Zauwarei in de Rittazeit vasetzt.

De Eulalia låsst se trotzn Protest vom Geldsack duachn Ritter Ottomar auf sei Buag bringa, wo ea se ois Grobian zagt, dea wo de Fraun schlecht behaundlt und den Geldsack inn Hungatuam schmeisst; Simplicius entfüaht de Kunigunde und wiad deswegn vom Ritter Eichenwald vafoigt; da Polycarpus schmeisst se aun de Hildegardis aune, de wås de Schwagerin vom Ritta Doppelschwerdt is. Weu aa de Eulalia vuan Ottomar davau grennt is, belågan olle beleidichtn Ritta de Sapprawaltbuag und zindn s au. Da Polycarpus und da Simplicius wean vom Vehmgericht ebnfois inn Hungatuam vabaunnt, wos gemeinsaum mitm Geldsack steabn soin. Wia s duatn daunn von da Fee Gegenwart um eahna Manung zu da Vagaunganheit gfrågt wean, vasichans, dass füa imma von eahnara Spinnarei kuriat san.

Polycarp und Simplicius: "Wier waren ein paar Eseln." Fee Gegenwart: "Seht ihr das ein?" Polycarp und Simplicius: "Im Hungerthurm sieht man alles ein."

Reumütich kummans zu eahnare vuabestimmtn Ehepartna zruck, da Simplicius zua fügsauman Petronella de wås ollweu nua "O ja!" sågt und de Eulalia zum Geldsack.

                                     

2. Weaksgschicht

Weu in Nestroy sei neuches Stückl scho knåpp via Wochen nåch dera Premiere von Der konfuse Zauberer aussa kumma is, kaunn ma aunnehma, das då a länga zruckliegate Vuabereitung dahinta steckt. Tåtsächlich is da Text, dea daumois scho a Jahrl oid woa, bei da Zensurbehörde durchn Direktor Carl aum 8. Februar 1832 eigreicht wuan bewüllicht is ea aum 5. April 1832 wuan.

A direkte Vualog füa des Stückl is bishea net zum findn gwesn, olladings woan vazauwate Zeitreisn in dene so genaunntn "Besserungsstückln" a oft vawendets Mittl. A Beispül dafia is 1723, 1823, 1923. Phantastisches Zeitgemälde in 3 Aufzügen vom Carl Meisl, im Theatralischen Quodlibet, Pest und Wien 1824, VIII. Band.

Des Stückl hot nua fünf Aufführunga dalebt, und zwoa vom 20. bis zum 24. Oktoba 1832, daunn is ohgsetzt wuan; zwaa weitare, aa ziemli erfoiglose Vuastöllungan haum aum 5. und 6. Juni 1836 ståttgfundn. Des wiad aa ois Grund dafüa gsechn, dass de im sölbn Joahr 1832 vafåsste Zauwapossn Genius, Schuster und Marqueur vom Autor goa net füa de Bühne freigebn wuan is.

Da Nestroy håt un Simplicius Sapprawalt, da Friedrich Hopp in Polycarpus Sapprawalt – ea woa füan kraunkn Wenzel Scholz eigsprunga; de Roin von da Tochta Eulalia, bei da Premiere von da Elise Zöllner zwegn Stimmproblem schlecht gspüit, is drum åb da zweitn Vuastöllung mit da Eleonore Condorussi besetzt wuan.

                                     

3. Zeidungskritik

In da zeitgenössischn Kritik is oigemein de vü zu gaache Ausfüahrung vom Thema kritisiat wuan, de da Grund füa de schwåche Aufnauhm gwesn warat. De Kritika haum offenboa glaubt, dass des Stückl innahoib von weniche Wochn hingfetzt wuan is. Aa de Parodie aufs Rittatum is teuweis missvastaundn, teuweis missbillicht wuan.

De easchte Rezension is aum 22. Oktoba 1832 in da Wiener Theaterzeitung und Originalblatt für Kunst, Literatur, Mode und geselliges Leben vom Adolf Bäuerle vom Heinrich Joseph Adami gschriebn wuan:

"Die Idee, eine das abentheuerliche Leben und Treiben des Ritterthums als die glücklichste Zeit der Welt verehrende Familie durch einen Zauber mit ihren modernen Gedanken und Erfahrungen dahin zu versetzen, und durch die mancherley Widerwärtigkeiten und Bedrängnisse, die ihr in diesem ganz fremden Wirkungskreise aufstossen, wieder mit der Gegenwart zu versöhnen, ist originell und zur wirksamen dramatischen Behandlung geeignet. Die Oberflächlichkeit, womit jedoch der Verfasser dieses herrliche Sujet behandelte, konnte ungeachtet einer Menge gelungener Einzelheiten, dem Ganzen keine allseitige Theilnahme abgewinnen."

Inhoitlich ähnlich haum se Der Wanderer 23. Oktober, Nr. 297 und de Wiener Zeitschrift für Kunst, Literatur, Theater und Mode gäußat, olladings scho zua ana Zeit, wo da Misseafoig eh scho zum sehgn woa.

Beim zweitn Aufführungsvasuach, vier Jahrln späta, håt wiedarum da Adami in da Theaterzeitung gschriebn und håt seine oidn Argument wiedahoit, wobei ea auf de in da Zwischnzeit qualitativ bessa wuaranan Werk vom Nestroys hingwiesn und de Zauberreise ois Frühweak eigschätzt håt:

".

Ähnlich håt aa Der Sammler de neualiche Auffüahrung gsehn.



                                     

4. Spätare Fåchkritik

Da Otto Rommel reiht des Stückl in de Kategorie von dene Zauwastückln ei, "in welchen Geister leitend und helfend in das Leben der Menschen eingreifen, so dass die Geisterszenen nur einen Rahmen für die Szenen aus dem realen Leben bilden" Zitat. Dazua zöhlt ea aa Der Feenball, Der böse Geist Lumpacivagabundus, Müller, Kohlenbrenner und Sesseltrager, Die Gleichheit der Jahre und Die Familien Zwirn, Knieriem und Leim.

                                     

5. Literatua

  • Fritz Brukner/Otto Rommel: Johann Nestroy, Sämtliche Werke. Historisch-kritische Gesamtausgabe, erster Band, Verlag von Anton Schroll & Co., Wien 1924.
  • Hugo Aust: Johann Nestroy; Stücke 4. In: Jürgen Hein/Johann Hüttner/Walter Obermaier/W. Edgar Yates: Johann Nestroy, Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Jugend und Volk, Wien/ München 1999, ISBN 3-216-30344-6, S. 1–97, 197–449.
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